"Ein spanisches Stück" von Yasmina Reza

Nach zwei erfolgreichen Aufführungen in der Neuen Evangelischen Kirche (Walldorf), nun unsere letzte Aufführung.

Stimme der Presse

Ralf Leussler, ein Theaterbesucher, schrieb:

„Meine Kritik würde ja so lauten:
So manchen mag der Besuch einer Laientheater-Darbietung mit plötzlicher Kreativität erfüllen, wie dem Finden einer gerade noch plausiblen Ausrede oder dem Rückgriff auf technische Finessen, die es erlauben, sich gegenwärtig zu zeigen und zeitgleich die unter der Wollmütze getragenen Bluetooth-Kopfhörer zu verbergen, die mit der Playlist des Smartphones gekoppelt sind. Das braucht man bei "theater noster" auch bei zweistündiger Darbietung nicht. Gelegentliche Theatergänger und Angehörige haben nichts zu befürchten! Nach freundlichem Empfang darf man sich gegen eine Spende an liebevoll hergerichteten Knabbereien erfreuen. Nachdem man vom Regisseur mit einer eigenen dezenten Darbietung auf das Stillschalten des Smartphones aufmerksam gemacht wurde, unterhält das fünfköpfige Ensemble mit Darbietung und Texten, die selbst einen kundigen Theaterfreund ganz ohne große Nutzung von Licht- und Toneffekten stilvoll unterhalten. Da "theater noster" vom Geist des Theaters ergriffen ist, der so manchem Laien Talent schenkt, von dem künstlich gemachte Stars gerne etwas abhätten, kann ich jedem, der Theater mag, getrost empfehlen, sich davon zu überzeugen.“

Aktuell in Vorbereitung

Das berührende Stück von Yasmina Reza über die Einsamkeit und die vergehende Zeit zeichnet die Sehnsüchte und Lebensträume von Menschen: Sehnsucht nach Erfolg, nach Liebe, nach Geborgenheit, nach Wahrhaftigkeit. Das Stück zeigt Menschen mit ihren Bedürfnissen und offenbart deren Leiden, wenn das Leben ihnen die Erfüllung ihrer Wünsche versagt.

Unter der Regie von
Bild von Gernot Bach-LeuchtGernot Bach-Leucht
spielen drei Frauen und zwei Männer fünf Schauspieler, die das Familienstück eines spanischen Autors proben.

Im Mittelpunkt steht eine Konkurrenzsituation zwischen zwei Schwestern: Aurelia
Bild von Simone Hesse-Pietrzak(Simone Hesse-Pietrzak)
, mit dem trunksüchtigen und zynischen Mathematiklehrer Mariano
Bild von Stefan Pietrzak(Stefan Pietrzak)
unglücklich verheiratet, neidet ihrer jüngeren und attraktiveren Schwester Nuria
Bild von Katharina Potrafke(Katharina Potrafke)
, die erfolgreiche Karriere als Filmschauspielerin.

Ort der Konflikte ist das Haus ihrer Mutter Pilar
Bild von Gudrun Kreisl(Gudrun Kreisl)
, die den Töchtern ihren neuen Lebensgefährten vorstellen will, den gutmütigen und bodenständigen Immobilienverwalter Fernan
Bild von Joel Charbonneau(Joel Charbonneau)
.
Das Familientreffen verläuft turbulent. Während sich Nuria über ihre Garderobe für die nächste Filmgala den Kopf zerbricht,
studiert Aurelia mit ihrem Mann ein ödes bulgarisches Stück ein.

Dazwischen treten die Schauspieler immer wieder aus ihren Rollen wenden sich ans Publikum, kommentieren ihr Stück und ihr Schauspielerdasein, das Leben im Theater, das Leben als Theater.

Spielt nicht jeder von uns irgendwie immer eine Rolle? Wo liegt die Authentizität im Spannungsfeld zwischen Sein und Schein?

Ein besonderer Reiz dieses Stückes besteht darin, dass jeder der 5 Akteur*Innen mindestens 2 Rollen bekleidet!

Yasmina Reza ist eine französische Schauspielerin, Schriftstellerin und eine der meistgespielten zeitgenössischen Theaterautorinnen.
Ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. die Stücke „Kunst“ und „Gott des Gemetzels“ (auch verfilmt mit Christoph Waltz, Kate Winslet u.a.).
In diesem Jahr findet sich ihr neuestes Werk, der Roman „Serge“, an der Spitze der Spiegel-Bestsellerliste.

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf facebook: facebook.com/theater-noster-2225563667658323